
Zweckverband Pflegezentrum Sarganserland, Mels
Region Sarganserland SG
Langjährige Begleitung von der Betriebsleitung bis zum regionalen Integrationsprojekt für sechs Gemeinden und acht Organisationen.
Mehr InformationenCornelia NaefPräsidentin des Stiftungsrates

Eine kleine, aber deshalb nicht weniger wichtige und seit vielen Jahren mit dem Betrieb eines kleinen Pflegeheims und von Alterswohnungen mit Services erfolgreiche Stiftung stand vor der grossen Herausforderung der Gesamterneuerung des Pflegeheimbereichs. Die kleine Organisation leistete Pionierarbeit: Sie stand mit an der Spitze, als es um die Entwicklung von betreutem Wohnen ging. Die hohen zu erwartenden Kosten für das Pflegeheim veranlassten den Stiftungsrat zur Definition einer neuen Strategie.
Für die Stiftung mit vorwiegendem Anlagevermögen war ein pragmatischer und nicht zu kostenintensiver Beratungsansatz gefragt.
Das bestehende Alters- und Pflegeheim mit 28 Plätzen betreibt 24 direkt benachbarte Alterswohnungen mit Service und arbeitet dafür wo nötig per Leistungsvereinbarung mit der öffentlichen regionalen Spitex zusammen. Die Erstanalyse ergab, dass bestehende Sanierungsüberlegungen für das Pflegeheim und die entsprechenden Kosten die Tragbarkeit für die Stiftung zu stark strapazieren könnten.
Gemeinsam mit einer Kerngruppe des Stiftungsrates und der Betriebsleitung erarbeiteten wir deshalb die planerischen Grundlagen zur Zukunftsstrategie und setzten sie mit den regionalen Entwicklungen in Bezug. Hierbei spielten die neuen Grundlagen zur Versorgungsplanung im Kanton Luzern bis 2035 eine gewichtige Rolle.
Der Umgang mit Themen wie dem betreuten Wohnen wurde ebenso mit einbezogen wie eine regionale Marktanalyse. Zudem verglichen wir den Pflegebetrieb in seiner Kostenstruktur mit Betrieben ähnlicher Grösse (etwa 10 % der schweizerischen Alters- und Pflegeheime sind Kleinheime). Die Analysen zeigten, dass Kleinheime vor besonderen Herausforderungen stehen, wenn sie sich erneuern müssen. Sie können im Durchschnitt weniger Reserven bilden als grössere Organisationen, weil sie denselben Qualitätsanforderungen beispielsweise an Personalquantität und -qualität und Infrastruktur genügen müssen wie grosse Betriebe und dadurch Gefahren eines strukturellen Defizits ausgesetzt sind. Auf der anderen Seite besteht der Zweck und die Überlebensberechtigung einer Stiftung mit langer, erfolgreicher Historie.
Die Gesamtschau zur Strategie führte dazu, dass dem Stiftungsrat drei Strategieoptionen mit Umsetzungspaketen und Chancen-/Risikobeurteilungen vorgelegt wurden. Der Stiftungsrat entschied, dass Integrationsmöglichkeiten in die regionale, integrierte Versorgungsplanung mit einem grossen regionalen Partner geprüft werden sollen, wobei der Standort für die stationäre Pflege und Betreuung erhalten bleiben soll. In einem nächsten Schritt wurde mit einem Drittpartner eine Bewertung der Immobilien und des Landes vorgenommen, um für Verhandlungen mit Dritten auch diesbezüglich vorbereitet zu sein. Aktuell begleiten wir den umsetzenden Stiftungsratsausschuss weiterhin als Fachberater.
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Region Sarganserland SG
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